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Alpentour Trophy UCI S1

Vom 02 Juni bis 05 Juni wurde in Schladming über 200 km, über 8000 Hm und 4 Etappen die Alpentour Trophy ausgetragen, welche mit dem UCI S1 Status zu den höchst dotierten Events zählt. Dementsprechend war auch ein extrem starkes und Internationales Fahrerfeld anzutreffen.

Konkurrenten aus Belgien, Niederlande, Schweiz, Ungarn, Russland und gar aus Australien und Amerika waren hier und natürlich auch die Einheimischen Österreicher. Ich natürlich mitten drin und mit Startplatz 67 auch gar nicht mal die schlechteste Ausgangsposition.

Am ersten Tag ging es über 79 Km und 2800 Hm mit der Königsetappe mal gleich ordentlich zur Sache. Direkt nach dem Start hieß es auch schon ordentlich Drücken denn es ging über eine Stunde auf über 1800 Hm, das waren gleich mal fast 1000 Hm am Stück die nur von kurzen Wiesenpassagen unterbrochen wurden. Aber wer denkt man fährt langweilige Anstiege hoch und kann sich die Landschaft anschauen, wurde schnell des besseren belehrt. Was man bei anderen Rennen in Trails runter fahren würde, mussten wir über Wurzel, Stock und Stein hoch fahren. Da wahr hin und wieder ein gutes Auge für die Linie und Geschick gefragt. Die Abfahrten hatten es demnach auch in sich. Ans laufen war gar nicht zu denken, dass wahr bald gefährlicher als fahren ;-). So duellierte ich mich mit einem australischen Nationalfahrer und einen Kollegen aus Ungarn welcher für ein UCI-Tradeteam am Start stand.

Das Spiel setzte sich am zweiten Tag über 59 Km und 2400 Hm weiter fort. Ich am Anstieg vorn und in der Technik wieder das nachsehen. Auf über 2000m über NN dann noch durch den Restschnee gestampft und von den Schiebepassagen geplagt und genervt auch noch gestürzt aber alles heile gelassen. Ging es dann fast 30min wieder Abwärts Richtung Tal. Hier und da noch eine kleine Rampe mit gut über 50 Hm mitgenommen ging es auch wieder Richtung Ziel.

Tag 3 hatte man bissel seine Ruhe und musste auch nur 15 Km gegen seinen inneren Schweinehund kämpfen. Aber 1100 Hm waren da gleich mal ne ordentliche Hausnummer. Im 30 sek.-Takt wurden wir losgeschickt und hechelten den Berg hoch. Nach 1.01 Stunde waren die Schmerzen auch wieder vorbei und man genoss die Fahrt ins Tal ohne Zeitdruck und plauderte mit der Konkurrenz.

Am letzten und 4. Tag sollte es schnell werden. 53 Km und 2000 Hm gingen echt wie im Fluge rum. Knapp 2,5 h und der Spuk war vorbei. 4 harte Tage gut überstanden und glücklich bei dieser Konkurrenz nicht wie die Titanic untergegangen zu sein. Ich komme nächstes Jahr wieder, dann aber mit noch mehr Muckis in den Beinen und vor allem wesentlich besserer Fahrtechnik.

Auch ein Lob hat das Material verdient. Nicht einen Defekt, keinen Plattfuß und immer frische Beine dank den Socken von cep. An dieser Stelle großen Dank an Scott für das Bike, Continental für die Reifen welche echt sehr zuverlässig waren und dem Bike- und Trithlonshop Wein welche mir noch in letzter Sekunde eine neue Gabel von Rock Shox organisierten und einen super Dienst leistete. Und wer denkt mit der Sram XX mit den 44/28 Kettenblättern und der 11/36er Kassette sich nicht in den Alpen bewegen zu können, dem kann ich jetzt auch eines besseren belehren, einfach nur Hammer.

Viele Grüße,
Storchi