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Schinderhannes Bikemarathon

Ein teil des Team´s reiste bereits schon Samstag in Emmelshausen im Wohnmobil an. Unter denjenigen auch meine Wenigkeit neben Teamkollege Erik Hühnlein und Teamchef Heiko Wein. Da ich für die lange Strecke mit 93 Km und 2300 Hm gemeldet war, hieß es für mich 8.30 Uhr Start. Ist dann schon praktisch wenn man direkt vor Ort ist, und einem der ganze Streß mit früh aufstehen und Anfahrt vor dem Rennen entfällt.

Das Feld war auch hier wieder international mit Niederländern und Belgiern besetzt. Vom Start an weg, forcierte ich das Tempo und fuhr die Einführungsrund von vorn um anschließend beim Start und Ziel noch mal den Gashan aufzudrehen. Nun schaute ich mal, wer alles so mitkommen wollte. Neben unendlich vielen Holländern und glaube auch Belgiern waren auch anfangs noch 2-3 deutsche vertreten. Unter anderem Christian Fischer und Sascha Mai vom Univega Pro Cycling Team. Sehr beruhigend dachte ich mir, ist man doch nicht ganz allein. Aber die Besucher aus unseren Nachbarländern fuhren ein verdammt beherztes Rennen und nahmen jede der vielen kleinen Anstiege zum Anlass zu attackieren und so war ich nach gut 15 Km mit gut 5 bis zum Anschlag motivierten Holländern und Belgiern unterwegs. Aber auch ich trug meinen teil bei und Attackierte ordentlich. Also kurz reingehen und drücken dann kam auch schon mein ersehnter längerer Anstieg und dann das ganze Ding schön bis oben durchgezogen, oben waren wir nur noch zu dritt.

Podium schien also schon mal gesichert. Nun ruhte ich mich etliche Km im Windschatten der verbliebenden beiden Jungs aus und rollte quasi 15-20 Km mit dennen mit. Welche auch keine Anstalten mehr machten irgendwelche beherzten Attacken zu fahren. Erst 20 km vorm Ziel ging der Spaß wieder los. Jan Weevers vom Team Giant zog ma so richtig am Horn, ich klemmte mich dahinter und Remco van Beckum vom Team Peerkes Bike konnten wir am Anstieg auch abschütteln. Dann gut 15 Km vorm Ziel kam meine kleine Rampe wo ich ansetzen wollte, doch genau da erwischten mich leider 5 schwache Minuten und ich musste reisen lassen und wurde auch von Remco van Beckum wieder eingeholt. Schade dachte ich mir. Fing mich wieder und setzte zur Verfolgung an. Nicht eine Sekunde verlor ich an den Gedanken Platz 3 zu verteidigen, ich wollte wieder auf 2! Aber auf den flachen letzten Kilometern blieb der Abstand konstant und so überquerte ich nach 3:52 h die Ziellinie überglücklich und wurde neben Gesamtrang 3 auch bester deutscher und 1 der Elite Herrenklasse.

Viele Grüße,
Storchi